Würdigung der Müllsammelaktionen am 18. April 2026

Auch wenn ich nicht dabei sein konnte, so will ich doch in einem Artikel würdigen und all den Menschen Danke sagen, die sich an der Beseitigung von kleinen und größeren Freveln beteiligt haben, die unsere Natur schön und erwandernswert erhalten.

Mehrfach schon habe ich über den in Biebertal zu verzeichnenden Vandalismus und die Vermüllung in Wald und Flur berichtet.
Nun hatten sowohl die Initiative Nachhaltiges Gleiberger Land, wie auch der Dünsbergverein zur »Aktion sauberer Dünsberg« eingeladen.
Etliche Helfer und Helferinnen starteten bei frühlingshaftem Wetter an der Großsporthalle und vom Keltengehöft aus, bewaffnet mit Müllzange und Plastiksäcken, um die menschlichen Hinterlassenschaften – wie Mutti früher – den Kleinen hinterher zu räumen.

Parallel war ich zu einem der zweimal jährlich stattfindenden Fortentwicklungswochenenden im Odenwald in der sysThelios-Klinik. Dort treffen sich Menschen aus dem deutschsprachigen Raum, ursprünglich, um Patient*innen nach einem stationärem Kliniksaufenthalt einen besseren Übergang in die Welt zurück Zuhause mit lokaler Nachbetreuung zu verbessern und zu vernetzen. Über die Jahre haben sich die Angebote auf Angehörige, kollegiale Supervision, Lern- und Forschungsprojekt sowie Arbeitsgruppen zu verschiedensten Themen weiterentwickelt. Vor allem jedoch sind diese Treffen auch immer wieder eine Ermutigung, dass sich über Jahre bekannte und hinzukommende Menschen aus den unterschiedlichsten Professionen in einem Geist von Wohlwollen und Verbundenheit einander zuhören und wertschätzen, miteinander Lachen, sich selbst organisiert für ein Ganzes aus freien Stücken ehrenamtlich verantwortlich zeigen, miteinander lernen und sich an der Vielfalt und den Erfolgen anderer freuen. Das macht Mut, schafft Zuversicht und gibt Kraft.

Aber zurück nach Biebertal. In diesem Jahr war das „Ergebnis“ der Aktion in Form von gesammelten Mengen geringer als in den Vorjahren. Das zeigt, dass die Besucher des Dünsberges, wie auch die Wanderer, allgemein umweltbewusster geworden sind. Wüschenswert bleibt natürlich, dass auch die letzten Zeitgenossen ihren Müll nicht in der Natur entsorgen. Glücklicherweise gibt es ja inzwischen etliche Abfallbehälter an den Wegen und die Möglichkeit, vieles am Wertstoffhof abzugeben.

Zumindest die Dünsberggruppe wurde nach getaner Arbeit vom Vorstand des Dünsbergvereins zu einem Imbiss in die Raststätte eingeladen und belohnt. Hüttenwirt Thorsten Scherer hatte dort für die Sammelgruppe einen deftig-schmackhaften Imbiss vorbereitet. Einmal auf dem Gipfel angekommen verlebten die Aktionsteilnehmer noch einige gesellige Stunden. Ob es die Sammler der Initiative Nachhaltiges Gleiberger Land auch so viel Glück hatten, ist nicht bekannt; aber in der Natur unterwegs gewesen zu sein erhöht ja – lt. Prof. Spitzer aus Ulm – die Leistungsfähigkeit des Gehirns um 10 % – das ist ja auch schon mal was – wo erhält man schon so eine Rendite!

Quelle: Gießener Allgemeine, Initiative Nachhaltiges Gleiberger Land, Foto vom Heegstrauch: Lindemann, Foto vom Dünsberg: Klaus Waldschmidt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert