
Wir kommen auch gerne in andere Ortsteile –
schreibt uns an!
Unser Angebot zielt ja auf persönliche Begegnungen für eine höhere Integration und den analogen, echten Austausch zwischen den Generationen und auch der Gemeindeteile. Eine interessante Erfahrung mit ist es, dass für das Kommen zu den Treffen oft persönliche Beziehungen ausschlaggebend waren, nicht so sehr das Thema, das eigentlich alle etwas angehen müsste.
Wir bieten unsere Zeit und unser vorbereitetes Wissen ohne kommerzielle Interessen an, einfach weil uns die Themen wichtig sind, weil wir Menschen in ihren Beziehungen sowie Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen wollen und weil es uns Freude macht, miteinander zu arbeiten. Jeder darf profitieren, der den Mut hat da zu sein – mehr braucht es nicht.
Zu den Wurzeln einer Beziehung gehören, neben Vertrauen und Verbindlichkeit (1), Verabredungen zum Umgang mit Konflikten (2), Intimität und Sexualität (3), das Gespräch über ein gemeinsames Verständnis von Arbeit und Geld, Umgang mit Zeit, Lasten, Sparen oder Ausgeben und Absprachen zu „Wieviel ist genug?“ – auch beim Taschengeld (4).
Sind die Grundbedürfnisse in diesen Bereichen befriedigt / geklärt, lässt sich in den Kronenbereich des Beziehungsbaumes wechseln.
Auch wenn wir medial täglich auf Konsum getrimmt werden, sind die Finanzen ein oft vernachlässigte Thema in Beziehungen; oft weiß der eine vom anderen nicht, was auf dem Konto los ist oder was auf dem Gehaltszettel steht. Bequemlichkeit wie Unwohlsein mit dem Thema und grundlegende Unkenntnis spielen eine Rolle. Auch einzelne wie gemeinsame Zukunftsziele, Wünsche und Träume bleiben oft unausgesprochen, gehen im Alltag unter.
Dabei spiegelt das Thema Geld viel mehr als Zahlen. Geld bedeutet oft Freiheit oder Sicherheit, Leben jetzt oder später, Macht oder Abhängigkeit, Wertschätzung oder Angst, Erfolg oder Versagen, Status, Karriere oder Familie / Kinder, Selbstverwirklichung oder Unterordnung unter eine Idee. Doch: „Hast Du was, bist Du was!“, zeigt sich am Ende als trügerische Idee. Denn eigene Handlungskompetenzen, soziales Eingebundensein und Unterstützung sind im Prozess des Lebens oft bedeutsamer.
In einer Studie zum Glücksempfinden werden Kinder als wichtigste Quelle des Glücks angegeben. Nachfolgend rangieren Wertschätzung oder Liebe, gute Freund*innen, eine zufriedenstellende Wohnsituation und eine stabile Beziehung.
Als Hauptgründe für Unzufriedenheit nennen 48 Prozent der Befragten finanzielle Sorgen.
Dabei spielen bei diesem Erwachsenenthema Prägungen aus der Kindheit eine wichtige Rolle; jeder hat seine Finanzfamiliengeschichte, kulturelle Normen und als „normal“ eingestufte Verhaltensweisen, die unbewusst immer mitschwingen.
Umso wichtiger ist es, offen über Geld zu sprechen, Werte und Ängste zu verstehen, Erwartungen zu klären, gemeinsame Ziele und eine Altersvorsorge zu entwickeln und spätestens die jugendlichen Kinder in die finanziellen Belange einzuführen und bei familiären Entscheidungen zu beteiligen – ebenso wie an Kostenstrukturen, Finanzamtsanforderungen, Kassenbuch etc. heranzuführen.
Konflikte sind damit vorprogrammiert, wobei gemeinsame Lösungen elementar sind, auch mit finanziellen Zukunftsvorstellungen und Wegen dahin.
Bildquelle: L. Ehlicker Glaub
