Gerade (2026) sahen wir die Proteste der Krumbacher vor dem Bürgerhaus in Rodheim. Endlich wollen sie ihre Gleichberechtigung unter den Ortsteilen und auch einen Versammlungsort. Angesichts knapper Mittel schiebt sich das Projekt seit 15 Jahren. Ähnliches „Löcher stopfen“ allenthalben in der Gemeinde.
Oft geht die Diskussion daher um das, was nicht geht, statt kreativ über Möglichkeiten und Ermöglichungen nachzudenken und Wissen zusammenzutragen.


Im Frühjahr 2024 sah man Eltern in Not vor dem Rathaus für Kita-Plätze protestieren. In der Gaststätte „Zur Post“ in Fellingshausen organisierten sie ein Diskussionsforum mit Politikern, wobei sie helfen wollten, die Kitas voran zu bringen.
Nach Diskussionen in der Gemeindevertretung um die Kosten für die Übergangslösung in der Kirchengemeinde in Bieber wurden Gemeindevertreter sogar angeschrien, dass „für unsere Kinder keine Kosten zu hoch“ wären.
Inzwischen ist es ruhig geworden um die Elterninitiative für gute Kitas in Biebertal. Aber hat sich die Situation in den Kitas wirklich verbessert?

Vielleicht fühlen sich Kita-Mitarbeiter einmal ermutigt, uns (auch anonym) zu schreiben, was sich seit 2024 getan hat und wo es immer noch hapert?
Vielleicht melden sich auch Initiativer*innen, was sich für sie (positiv ?) verändert hat und was sie sich weiterhin für ihre Kinder und sich wünschen?
Interessant erscheint mir auch die Frage, wo sind die, die damals den unbegrenzten finanziellen Einsatz aller in der Gemeinde forderten, mit ihrem persönlichen Einsatz in und für die Gemeinde?
Vielleicht gibt es ja auch dazu ein paar Rückmeldungen?
Einige engagieren sich inzwischen in der Gemeindevertretung oder in den Ortsbeiräten, andere sicher andernorts – aber ohne Öffentlichkeit fehlen die positiven Eindrücke vom Geschehen! Beispiele können nicht nachgeahmt werden, wenn sie unbekannt bleiben.
Wie aber sollen sich konstruktive Ideen realisieren, wenn kaum jemand davon Kenntnis hat und keine Lobby aufgebaut werden kann. Denn ohne öffentlichen und offensichtlichen Dialog scheint es zumindest so, als ob Einsatz für das Gemeinwohl nur dann als notwendig empfunden würde, wenn es letztlich doch nur um den eigenen Geldbeutel und um die eigenen Belange ginge.
Gemeinschaft ist jedoch mehr als die Summe seiner Teile und Einzelinteressen.
Wir würden uns freuen, das Kinder-, Eltern- und Generationenthema öffentlich mehr im Blick zu haben, mehr zu besprechen, mehr einander zuzuhören, schließlich gestalten wir unsere Zukunft in Biebertal, und nicht nur dort, gemeinsam.
Foto: Lindemann

