Noch bis Sonntag, 26.04.2026 hier abstimmen!
„Gärten können wertvolle Lebensräume für viele Tiere sein – wenn wir der Natur ausreichend Raum lassen. Doch exotische Pflanzen und stark gezüchtete Sorten bieten wenig bis keinen Nektar, häufiges Mähen und Rasenroboter stören Insekten und Bodenlebewesen. Versiegelte Flächen wie Pflaster oder Terrassen sowie fehlende Haufen aus Totholz oder Steinen reduzieren wichtige Lebensräume für Gartenbewohner. Aufgeräumte Gärten, Dünger, Pestizide, fehlende Wasserstellen und künstliche Beleuchtung – all das reduziert Nahrung, Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeiten für tierische Gartenbewohner.“
So steht es auf der Seite der Heinz Sielman Stiftung, die die Wahl jedes Jahr durchführt. Folgende 6 Tiere stehen dieses Jahr zur Auswahl:

Der große Abendsegler
In der Dämmerung gleitet der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) über die Baumwipfel. Mit einer Spannweite von bis zu 40 Zentimetern jagt die Fledermaus mit kräftigen Flügelschlägen und wendigen Manövern Nachtfalter und Flugkäfer, oft hoch über den Gärten. Auf ihren nächtlichen Routen legt sie kilometerweite Strecken zurück, lautlos und präzise wie ein wahrer Akrobat der Nachtluft.
Das Eichhörnchen
An seinem markanten roten Pelz und dem buschigen Schwanz ist das Eurasische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) leicht zu erkennen. Es springt geschickt zwischen Ästen umher und balanciert mühelos über dünne Zweige. Mit eifrigen Pfoten erntet und knackt es Fichtenzapfen, Wal- und Haselnüsse und vergräbt sie als Vorräte im Boden. Den Großteil davon findet es dank seiner beachtlichen Erinnerungsleistung später wieder. Während sie ihre Jungen aufziehen, fressen Eichhörnchen auch tierische Kost wie zurückgelassene Vogelschalen, Würmer, Larven und Insekten. Mit ihren imposanten Sprüngen von Ast zu Ast und ihrem putzigen Aussehen beleben sie jeden Garten.


Der Kugelspringer
Winzig und fast unsichtbar wuseln Kugelspringer, die zu den Springschwänzen (Collembola) zählen, durch die feuchte Streuschicht unserer Gartenböden. Mit Körperlängen von nur wenigen Millimetern sind sie erst unter der Lupe richtig zu erkennen: Kleine kugelförmige Wesen mit erstaunlicher Sprungkraft. Mit einem kräftigen Katapultstoß schnellen sie explosionsartig davon, wenn Gefahr droht. Sie leben verborgen zwischen Blättern, unter Rinde und im feuchten Boden und sind unermüdlich unterwegs auf der Suche nach Pilzen, Bakterien und Pflanzenresten.r
Der Zitronenfalter
Wie von den ersten Sonnenstrahlen wachgeküsst, erwacht der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) bereits während der ersten wärmeren Vorfrühlingstage im Februar oder März aus seiner Winterstarre und flattert durch den Garten. Damit ist er bereits unterwegs, wenn die meisten anderen Falter ihre Entwicklung noch nicht vollendet haben oder noch in der Winterstarre ausharren. Er übersteht sogar Frost – verborgen in Laubhaufen oder Hecken. Seine auffällig zitronengelben Flügel mit ihren langen, gebogenen Flügelspitzen wirken wie kleine Blätter und verhelfen ihm zu perfekter Tarnung, wenn er im Blattwerk von Bäumen und Sträuchern oder auf Blüten sitzt.


Die Blaumeise
Das leuchtend blau-gelbe Gefieder der Blaumeise (Cyanistes caeruleus) ist unverkennbar. Wer ihr einmal zugesehen hat, vergisst sie nicht: Sicher wie ein Akrobat turnt die etwa 11 cm große Blaumeise kopfüber durch Zweige und schwingt sich an Futterknödel. Sie pickt blitzschnell Raupen aus Blattwinkeln und erbeutet mit ihrem feinen Schnabel Insekten und Spinnen. Ihr neugieriges, lebhaftes Wesen macht sie zu einem der charmantesten Gartenbewohner.
Die Blindschleiche
Die Blindschleiche (Anguis fragilis) ist eine beinlose, etwa 45 Zentimeter lange Echse mit bronzefarben schimmerndem Schuppenkörper, der glatt wie Metall wirkt. Im Gegensatz zu Schlangen besitzt sie bewegliche Augenlider und äußere Gehöröffnungen. Leise gleitet sie durch feuchtes Laub, kaum wahrnehmbar zwischen Moos und Wurzeln. Wenn die Sonne den Boden erwärmt, sonnt sich die Blindschleiche gern am Heckenrand oder auf Trockenmauern. Bei Gefahr kann sie ihren Schwanz abwerfen, um Angreifern zu entkommen.

Nun habt ihr die Wahl. Welcher dieser 6 Kandidaten ist euer Favorit? Zur Abstimmung geht es hier lang.
Beitragsbild: erstellt mit ChatGPT
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Bild 3: wikipedia.org – Alexis
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Bild 5: commons.wikimedia.org – Sparky 1407
Bild 6: commons.wikimedia.org – Walter J. Pilsak
Quelle: sielmann-stiftung.de

