Das Tagfahrlicht (englisch Daytime Running Light), auch Licht am Tag genannt, ist eine Fahrzeugbeleuchtung, die Unfälle durch Übersehen verringern soll. So steht es auf Wikipedia.
Aber ist das wirklich so?

An Christi Himmelfahrt waren Friedhelm und ich auf dem Weg nach Köln zum Pokalendspiel der Frauen. Unterwegs ereilte uns ein heftiger Regenschauer auf der Autobahn. Wie ihr im Bild vielleicht erkennen könnt, haben nicht alle das Abblendlicht eingeschaltet und weit schauen war nicht drin. Sehr viele belassen es beim Tagfahrlicht. Aber das birgt große Nachteile denn:
Tagfahrlicht = vorne hell – hinten dunkel
Macht Euch bewusst, dass Ihr bei Tagfahrlicht am Arsch dunkel seid und eventuell nicht RECHTZEITIG wahrgenommen werdet. Auch wenn ich selbst nicht oft hinterm Steuer sitze, so ist neben Spiegeleinstellung auch immer das Abblendlicht bei Fahrtbeginn eingeschaltet. In folgenden Ländern müsst Ihr im Übrigen rund um die Uhr mit eingeschaltetem Licht fahren:
- Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen, Schweden
- Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn
- Bulgarien (ganzjährig; gilt jedoch für Motorräder, Pkw nur Wintermonate)
- Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Rumänien, Serbien
- Schweiz, Liechtenstein
Dazu kommen noch Italien, Russland und Portugal, wo diese Lichtpflicht zumindest außerorts gilt. Aber nicht nur Regen behindert die Sicht. Vor allem Nebel kann auch jetzt in den frühen Morgenstunden immer noch auftauchen, wie Bilder vom 19.05.2026 zeigen:


Daher appelliere ich an alle unsere Leserinnen und Leser. Macht das Abblendlicht an, wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid. Auch wenn es etwas mehr Benzin kostet, das sollte EURE Sicherheit wert sein. Pro 100 Kilometer liegt der Mehrverbrauch bei etwa 0,1 bis 0,2 Litern laut Google KI. In diesem Sinne: Allzeit gute und sichere Fahrt!
Beitragsbild: C. Haus
Bilder: C. Haus
Quellen: eigene Erfahrung, Wikipedia, Google KI

