Ein dauerhaftes Beet

Dieses Beet, angelegt 2012 an der Dreispitz, Ecke Die Beu, wurde seit mindestens 4 Jahren nicht mehr gepflegt. Dennoch fühlen sich Traubenhyazinthen, Tulpen, Bartiris und Staudenlein sowie einige andere sehr wohl. Wir haben es hier mit mindestens 12 Sorten von Triumph- bzw. Einfachen Späten Tulpen zu tun.

Generell scheint mir Biebertal „Tulpenland“ zu sein. Wer aufmerksam einen Blick in die Vorgärten wirft, wird das bestätigen. In den Vorgärten werden sie größer als hier am Dreispitz. Dort bekommen sie ab und zu etwas Dünger. Am Dreispitz sorgen die Verhältnisse an sich für gutes Wachsen und Blühen. Die Stängel und Blüten sind kleiner, aber das passt auch viel besser zum Charakter eines Wildblumenbeetes, in dem man das eine oder andere Gras akzeptiert.

Bei der Pflanzung machte das Beet – in letzter Minute vorm Jubiläumsjahr dazu genommen – einen so guten Eindruck, dass wir 2013 Dahlien pflanzten, die hoch wurden und üppig blühten. Die Dahlien 2014 waren ein Flopp. Schon beim Einpflanzen stieß man dauernd auf Hinterlassenschaften der Gartenbaufirma wie alte Handschuhe und Schuhe, Plastiksäcke, aber vor allem Beton. War der im ersten und zweiten Jahr noch krümelig, so hatte er sich im dritten Jahr zu einer regelrechten Bodensperre verdichtet, durch das wenig Grundwasser nach oben gelangte. Den Iris und den Tulpen gefiel das. Im Sommer ausgetrocknete Böden sind sie aus ihrer ursprünglichen Heimat gewöhnt. Sie kamen Jahr für Jahr zuverlässig wieder. Jetzt bilden sie generell kleinere, aber dennoch blühfähige Zwiebeln aus. Das Beet liegt den ganzen Tag in voller Sonne.
Wer eine ähnliche Gartensituation hat und nicht viel Aufwand für die Pflege betreiben will, kann ja mal einen Versuch mit solch einer Pflanzung wagen. In den ersten Jahren muss man ab und zu eingreifen. Allerdings sei dazu gesagt: Gärtnern verlangt Geduld, Beobachtung und Gewährenlassen.

Fotos Ev. Renell

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