
Anandumi Ndossi (Jahrgang 1975) ist seit knapp zwei Wochen in Biebertal bei Familie Dillmann zu Besuch. Er kennt Frau Dillmann, die für die Organisation „Technik ohne Grenzen schon zehnmal in Tansania war. In Biebertal und Umgebung hat er zahlreiche Gespräche geführt und viele Leute kennengelernt. Natürlich traf er unsere Bürgermeisterin, aber er besuchte auch eine Schule, einen Kindergarten, hatte ein langes Gespräch mit einer Gynäkologin der Uniklinik, die viel mit weiblicher Genitalverstümmelung zu tun hat. Über seinen Besuch bei Marchs konnten man in der Zeitung lesen. Herr Ndossi hat eine medizinische Ausbildung absolviert. Während seines praktischen Jahres im Krankenhaus sah er viele arme Kinder, sehr oft Waisen, deren Eltern an den Folgen der HIV-Infektion gestorben waren. Das Elend dieser Kinder bewog ihn, anschließend ein Jahr unentgeltlich in einem Waisenhaus zu arbeiten. Dort wuchs in ihm der Gedanke, diesen Kindern in einer Art zu helfen, dass sie nicht auf einem Level stehenbleiben, der in dauerhafte Armut mündet, sondern ihnen die Chance zu geben, soviel zu lernen, dass ihnen damit ein besseres und unabhängiges Leben möglich wurde.
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Foto Christine Dillmann

