

Am Waldrand wachsen oft Vogelkirschen. Der Baum braucht viel Licht und kommt im engen Verbund mit anderen Bäumen kaum vor. Der abgebildete Zweig zeigt einen Langtrieb aus jungem Holz dessen Knospen auch wieder lange Triebe bilden werden. Am Kurztrieb erkennt man dickere Knospen, aus denen sich die Blüten und Früchte entwickeln. Die verdickten Ringe im Kurztrieb entstehen durch hormonelle und vom Licht beeinflusste Stauchung des Zweiges. Eigentlich sind es Blattknoten (Nodien). – Für den Garten: Wenn man die Süßkirschen direkt nach der Ernte schneidet, sollte man darauf achten, dass viele Kurztriebe stehen bleiben und auch genügend Licht bekommen. Das gilt auch für fast alle anderen Obstbäume.- Am Waldrand im Bauroth stehen viele Vogelkirschen, die früher gut getragen haben. Inzwischen fällt die Ernte mickrig aus, den Bäumen fehlt das Licht.
Kirschbäume sind auch gut an der Borke erkennbar. Die ist rötlich und hat waagrechte helle Streifen. Bei näherem Hinsehen sieht man linsenförmige Risse. Das sind die Lentizellen oder Korkporen, die dem Baumstamm den Gasaustausch ermöglichen. Bei dem abgebildeten älteren Baum sehen sie wie Lippen aus.

Lesen Sie bitte weiter unter Natur. Vogelkirsche und Pappel
Fotos Eveline Renell