Vor 65 Jahren hielt John F. Kennedy seine Antrittsrede

Kennedy war der 35. Präsident der USA*1), *2). Er wurde 1917 geboren und fiel im November 1963 einem bis heute nicht völlig aufgeklärten Attentat zum Opfer. Besonders in Deutschland hatte er viele Verehrer/innen. Berühmt wurde aus seiner Berlin-Rede im Juni 1963 der Spruch „Ich bin ein Berliner“. (Als er den US-Fliegerhorst in meinem damaligen Nachbarort Erlensee besuchte, war ich auf Klassenfahrt. Ich konnte also nicht mitjubeln). Kennedys kurze Regierungszeit ist von vielen Widersprüchen geprägt. Einerseits wurden soziale und bürgerrechtliche (Wahlrecht für Schwarze) Verbesserungen eingeführt, andererseits fallen in seine Amtszeit ein umfangreiches Rüstungsprogramm, die Invasion von Kuba (scheiterte) oder die Drohung, Atomwaffen gegen Kuba einzusetzen. Im Vergleich mit Trump schneidet er besser ab. Er war durchschaubarer, ging an Probleme durchdachter heran und hatte eine sehr sympathische Ausstrahlung.

Vorne am Rednerpult J.F. Kennedy

Kennedys Antrittsrede*3)) ist 1.364 Wörter lang und dauerte 13 Minuten und 42 Sekunden zwischen erstem und letztem Wort. Dabei ist der Applaus am Ende nicht mitgezählt. Mit dieser Länge ist sie die viertkürzeste Amtsantrittsrede. Die Rede war zudem die erste, die im Fernsehen übertragen wurde.[5] Die Rede wird weithin als eine der besten Amtsantrittsreden der US-amerikanischen Geschichte gesehen.

Besonders bekannt wurden folgende zwei Zeilen kurz vor Ende der Rede: “And so, my fellow Americans: ask not what your country can do for you — ask what you can do for your country.
My fellow citizens of the world: ask not what America will do for you, but what together we can do for the freedom of man.”

„Und deshalb, meine amerikanischen Mitbürger: Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt.
Meine Mitbürger in der ganzen Welt: Fragt nicht, was Amerika für euch tun wird, sondern fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“

Obiges Zitat auf Kennedys Grabstein in Arlington

Meine persönliche Meinung: Wir haben unglaublich viele Menschen in Deutschland, die sich danach verhalten. Ich meine die vielen gezählten und ungezählten Ehrenamtler/innen. Und wir haben zuviele, die jammern und schimpfen und statt miteinander zureden dann gar nicht oder eine undemokratische Partei wählen. Sie sollten sich Kennedys Spruch besonders zu Herzen nehmen.

*1) Biografie John F. Kennedy

*2)US-Präsidenten seit 1945

*3) Amtsantrittsrede von John F. Kennedy

Fotos aus wikipedia (keine Nennung des Fotografen)

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