Wir wissen es und doch sind wir immer erstaunt und schauen zum Himmel, wenn Kraniche im Herbst Richtung Süden fliegen und im Frühjahr wieder zurück kommen. Das große Zeichen am Himmel, wenn die Temperaturen fallen oder steigen.
Die bekanntesten Zugvögel sind mit Sicherheit die Kraniche und Graugänse. Sie hört man schon von weiten und sie beeindrucken immer mit großen V-Formation. Kraniche gehören neben Kiebitz und Feldlerche zu den Kurzstreckenziehern. Ihr Winterquartier ist meist in Süd- und Westeuropa.
Kuckuck, Nachtigall, Mauersegler und viele Weißstörche gehören dagegen zu den Langstreckenziehern, die bis nach Afrika fliegen. Und dann gibt es noch die Teilzieher, wie Amsel, Rotkehlchen, Buchfink und Star. Ein Teil zieht noch, ein andere bleibt aufgrund der milden Winter mittlerweile hier, ebenso wie Haussperling, Kohlmeise, Blaumeise, Buntspecht, Kleiber und Elster.
Dabei ist der Star ein schönes Beispiel. Bei mildem Wetter bleiben inzwischen manche Stare den ganzen Winter in Deutschland. Wird es doch richtig kalt oder liegt viel Schnee, können sie immer noch kurzfristig weiterziehen. Und die Mönchsgrasmücke hat noch eine andere Strategie entwickelt: Ein Teil zieht nicht mehr klassisch Richtung Südwesten, sondern überwintert in Großbritannien. Der kürzere Zugweg und das dortige Nahrungsangebot spielen dabei eine Rolle.
Ein besonderes Gebiet für Zugvögel ist WANNINCHEN. Das war ein kleines Dorf – einst mitten im Wald gelegen. Es bestand aus 8 Bauerngehöfte – eine Försterei und eine Wassermühle. Nur ein Gehöft blieb davon erhalten. Dieses wurde 1991 Naturschutzstation des Landesumweltamtes Brandenburg und von 1997 bis 2000 Sitz der Naturparkverwaltung. Nach umfangreichen Um- und Ausbaumaßnahmen existiert hier seit 2001 das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen.

Über 1.200 Kraniche sind deshalb bereits in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen angekommen – und in den kommenden Wochen werden es noch Tausende mehr sein. Der sonst so beschauliche Naturpark Niederlausitzer Landrücken wird zu einer Drehscheibe des internationalen Vogelzugs: Kraniche nutzen die hier reichlich vorhandenen Schlaf- und Futterplätze, um sich für ihren Flug in die Überwinterungsgebiete im Süden Europas zu stärken. Sie teilen sich die Rastplätze mit einigen Tausend Graugänsen.
Das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum in Wanninchen bietet zudem verschiedene Veranstaltungen an. Mehr Infos zu Wanninchen findet ihr auf der Webseite.
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Bild: Ralf Donat/ Heinz Sielmann Stiftung
Quelle: Wanninchen.de, Pressemitteilung Heinz-Sielmann-Stiftung

