Als Heidi ins Biebertal kam….

…. zog Heiterkeit in den Gailschen Park

Begleitet wurde das bekannteste Schweizer Mädchen weder von Dete noch von Fräulein Rottenmaier, sondern von einer Person, die ihr sehr zugetan ist.
Jutta Failing hat viele Heidi-Bücher gesammelt und las den etwa 90 Zuhörerinnen und Zuhörern daraus vor. Das meiste aber erzählte sie einfach mit schwungvollen Bewegungen: Die Schweiz-Begeisterung des 19. Jahrhunderts, nicht erst, seit das 1. Heidi-Buch 1880 erschien. 1880 war auch das Baujahr für das Schweizer Haus im Gailschen Park, entworfen und baugeleitet vom Gießener Architekten Hugo von Ritgen. Der Baumeister, der jahrelang die Wartburg restaurierte, war damals schon 70 Jahre alt. Das Schweizer Haus war eine Morgengabe für Gails 2. Frau Marie aus Chicago. Dort lebten etwa 1000 Schweizer. Es gab auch eine Schweizer Gemeinde in Gießen. Schweizer Käse und Schweizer Schokolade wurden schon um 1900 in den 20 Gießener Kaufhäusern angeboten. Das Heidi-Buch konnte man in einer Buchhandlung kaufen, die am Seltersweg, Ecke Goethestraße lag und wie die meisten anderen Geschäfte am Sonntag geöffnet hatte. Bei einer 6-Tage-Woche und einem 10-Stunden-Tag hatten die Leute sonst auch keine Zeit.

Lesen Sie weiter unter Rodheim

Foto Winfried Senger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert